Im Rahmen des internationalen Werbefilmfestivals “spotlight” hat die IHK Rhein Neckar zu einem Nachmittag mit verschiedenen Vorträgen eingeladen.
Der erste Vortrag wurde von Arno Lindemann zum Thema Storytelling gehalten. Arno Lindemann ist Geschäftsführer der Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosninski und war vorher bei namhaften Agenturen wie z. B. Jung von Matt/Fleet als Geschäftsführer beschäftigt.
Arno Lindemann sagt zu seinem Vortrag selbst, dass er keine Anleitung sein soll, wie man eine gute Geschichte erzählt und lediglich das wiederspiegelt, was man aus seiner Sicht auf jeden Fall beachten sollte.
Die erste Folie beinhaltet eine recht simple Aussage: “Bilder erzählen eine Geschichte“. Es steckt aber bei genauerer Betrachtung wesentlich mehr dahinter. Lindemann spricht davon, dass es nicht nur die Bilder sind, die eine gute Geschichte erzählen. Die Bilder können noch so gut in Szene gesetzt sein, die Post-Production noch so spektakulär und die Musik episch sein. Das alles bringt nichts, wenn die Geschichte die Personen, denen Sie erzählt wird, nicht persönlich anspricht.
“Geschichten müssen mich berühren”
Im weiteren Verlauf des Vortrags veranschaulicht Lindemann seine Aussagen immer wieder mit anschaulichen Beispielen, wie etwa diesem hier:
Am Beispiel von Google Analytics beschreibt der folgende Artikel auf UsabilityGeek einen interessanten Ansatz, wie man selbst mit einfachen Mitteln (Landing-) Pages optimieren kann.
Dabei verlinkt der Artikel auf wertvolle Ressourcen des Google Developer Netzwerks und erklärt, welche Trackingdaten aussagekräftige Ergebnisse liefern.
Der Artikel ist zwar eher eine oberflächliche Einführung in das Thema, aber durchaus geeignet, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen.
Hier gehts zum Artikel von UsabilityGeek:
Das Wechselwirkungsprinzip, auch als drittes newtonsches Axiom bekannt, ist vielleicht dem ein oder anderen noch aus dem Physikunterricht bekannt. “Action and Reaction“.
In einem Artikel des Smashing Magazine geht es um die Aktion und die passende Reaktion in der digitalen Welt. Es wird von Feedback-Schleifen gesprochen, denen wir eigentlich in jedem Projekt mehrfach begegnen. Durch Verbesserung unserer Feedback-Schleifen schaffen wir es, dem Nutzer mit einer Seite oder einer Software ein gutes Gefühl zu geben und ihm ein Erfolgserlebnis zu verschaffen.
Als Beispiel wird die Rolle der Feedback-Schleifen in sozialen Netzwerken herangezogen. So werden Nutzer z.B. durch “likes” bei Facebook honoriert und dazu animiert, weitere Nachrichten zu posten.
Wie wir es schaffen, unsere Feedback-Schleifen zu analysieren und in verschiedenen Schritten zu verbessern, erklärt der sehr ausführliche Artikel:
Mechanism Of Action And Effects – Designing Great Feedback Loops
Sie suchen ein Beispiel, wie Sie die Vorteile von nutzerzentriertem Design veranschaulichen können?
Hier ist das perfekte Beispiel! Der $300 Mio. Button!
Bei einer Reihe von Usability-Tests wurden ein Online-Shop und seine Abschlussstrecke getestet. Dabei hat sich ergeben, dass Nutzer eigentlich keine Lust haben, sich zu registrieren und bereits registrierte Nutzer massive Probleme hatten, die vergebene Kombination aus Nutzernamen und Passwort herauszufinden.
Knapp 40% der Nutzer mussten den Prozess zur Wiederherstellung ihres Passworts anstoßen. Dabei haben Hürden wie die passende E-Mail-Adresse zu finden, E-Mails, die im Spam-Filter gelandet sind und andere Kleinigkeiten dazu geführt, dass nur knapp 25% aller Probanden die Wiederherstellung ihres Passwortes erfolgreich abgeschlossen haben.
Nicht registrierte Nutzer wurden stark davon abgeschreckt, einen Account erstellen zu müssen, um eine Bestellung aufgeben zu können. Warum Nutzer dies nicht wollen, hat ein Proband sehr passend formuliert, indem er folgendes sagte:
Betrachten wir die Intention des Nutzers, geht es ihm doch eigentlich nur darum, ein Produkt zu bestellen. Und dazu braucht er doch eigentlich keinen Account.
Und wo ist jetzt der $300 Mio. Button? Ganz einfach: Nachdem der Online-Shop die Beschreibung des Buttons von “Anmelden oder Registrieren” auf “Weiter” geändert hat und dem Nutzer, der oft etwas bestellt, die Erstellung eines Accounts optional anbietet, wurden so viel mehr Bestellprozesse abgeschlossen, dass sich der Umsatz um geschätzte $300 Mio. gesteigert hat.
Wer mehr wissen möchte, dem kann ich den Orginalartikel (Englisch), den Sie hier finden, empfehlen:
Ich bin zwar kein $300 Mio. Button, aber trotzdem einen Klick wert!
In seinem Artikel auf http://userfocus.co.uk/ schreibt David Travis über die Rolle von Gestalter(inne)n und Grafiker(inne)n:
“In my experience with clients, visual design is often likened to decorating the walls of your living room. It makes everything a little nicer, but it’s hardly a key part of the architecture of your house.”
Um diese weit verbreitete Annahme zu widerlegen, erklärt er sehr eindrücklich, wie gute Gestalter(innen) die User Experience maßgeblich verbessern:
“But good visual design offers more than improving people’s attitudes to a design. Good visual design will actually make interfaces easier to use.”
Seiner Erläuterung legt er ein paar Prinzipien zugrunde, ohne die bei der Gestaltung einer Webseite eigentlich gar nichts geht. Sie sind der Grundstein für eine gelungene und “usable” Webseite.
Hier der Artikel in voller Länge:
http://userfocus.co.uk/articles/A_CRAP_way_to_improve_usability.html
Stefan Klocek schreibt bei Smashing Magazine über einen Ansatz, wie man es schafft, das Monster aus Wildwuchs und internen Strukturen zu bändigen und eine einheitliche User Experience zu generieren.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass gerade mittelständische Unternehmen oft das Problem haben, ihre Produkte adäquat für den Nutzer aufzubereiten. Eine der größten Hürden stellt dabei die schlechte Vergleichbarkeit der verschiedenen Produkte dar. Daraus resultiert, dass der Nutzer nicht weiß, welches Produkt nun das richtige für ihn ist und im schlimmsten Fall frustriert zur Konkurrenz geht.
Stefan Klocek beschreibt in seinem Artikel „Fixing A Broken User Experience“ einen sich aufeinander aufbauenden Prozess, was man tun kann, diese Problematik zu bekämpfen und das klassische Vorgehen in Unternehmen zu überdenken. Er verlangt viel, aber das Ziel ist es wert, denn:
“[...]A great user experience almost never just happens. Understanding the user and keeping their needs as your priority throughout the design and development stages take deliberate effort. Products and services are created by teams of people who collaborate to bring an idea to life. The output is ultimately shaped by the agreements about what is important, the methods of performing the work and decisions on how to measure things. A shift in organizational culture takes the most effort and the longest time, but it results in the largest, most pervasive and most coherent shift — not just for the organization and its products, but for those who use them.[...]“.
Lesen Sie den kompletten Artikel:
http://uxdesign.smashingmagazine.com/2012/09/27/fixing-broken-user-experience/
Am 26. / 27. Mai 2012 fand bereits zum vierten mal das UXCamp Europe in Berlin statt. Auch in diesem Jahr unterstützte die kuehlhaus AG die Veranstaltung als Sponsor und war natürlich auch vor Ort vertreten. Schwerpunkte des Camps waren
Ebenso erwünscht waren Themen aus Forschung, Product Design oder Marketing, die in Verbindung mit User Experience stehen.
Wie auch im letzten Jahr, war das Camp gut besucht und es gab jede Menge interessante Vorträge. Ida Aalen hielt gleich an zwei Tagen Sessions zum Thema Responsive Design. Samstags widmete sie sich zunächst dem grundlegenden Vorgehen bei der Konzeption und Entwicklung. In ihrer Session am darauf folgenden Tag wurden Stolperfallen und Probleme thematisiert und Tipps zur Umschiffung dieser Probleme vorgestellt.
Mit seinem Vortrag zum Thema “Cognitive Psychology for Interaction Design” weckte Jan Srutek so viel Interesse, dass kurzerhand sogar der Boden des Vortragssaals bis auf den letzten freien Fleck besetzt wurde. In seinem Vortrag erläuterte er Grundlagen der kognitiven Psychologie und erklärte wie sich Interaction Designer diese zu Nutze machen können. Ein grundlegendes Wissen über kognitive Psychologie und die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses liefert Erkenntnisse darüber, warum genau bestimmte Mechanismen wie z.B. Autosuggestion o.Ä. so hilfreich für Nutzer sind und helfen ebenso bei der Gestaltung neuer Mechanismen und Systeme.
Jim Kalbach stellte in seiner Session “Business Model Design for Designers” verschiedene Methoden vor um zielgerichtet Business Ideen zu entwickeln. Mit Hilfe eines selbst entwickelten “Business Model Canvas”, in dem die Kernpunkte der Geschäftsidee festgehalten werden sollen, können durch “Business Model Prototyping” verschiedenste Varianten der Idee durchgespielt und somit schließlich die optimale Variante für eine erfolgreiche Geschäftsidee erarbeitet werden. In abgewandelter Form soll dieses Business Model Canvas ebenso für Projekte eingesetzt werden können und dafür sorgen, dass stets alle die gleichen Ziele für das Projekt vor Augen haben.
Neben den hier genannten Vorträgen gab es natürlich viele weitere, sehr interessante Sessions und es war stets schwer sich für eine der parallel laufenden Sessions zu entscheiden. Insgesamt war das UXcamp auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und die kuehlhaus AG wird auch sicherlich im nächsten Jahr wieder vertreten sein. Weitere Eindrücke UXcamp 2012 gibt es auf unserem Flickr Account.
Oft haben Unternehmen ein Problem damit, qualitative Ziele zu für ihre Webseite zu definieren. Gerry McGovern erklärt an einem bekannten Beispiel, warum es sich lohnt, genau zu evaluieren, was die Ziele meines Unternehmens sind und wie die Webseite dabei unterstützen kann.
Hier der Artikel:
How to choose the right web metrics.
Ich stimme mit der Aussage überein, dass es keinen Sinn macht, nur Ziele aufgrund der einfachen Messbarkeit zu definieren. Dabei reicht es auch nicht zu sagen: “Wir wollen mehr Leads”. Man sollte definieren wie man mit diesen Leads umgeht und welche Qualität die Leads haben sollten.
In einem sehr gelungenen Artikel, der über den Userfocus Newsletter veröffentlicht wurde, beschreibt David Travis verschiedene Szenarien, die ihm bei seiner Arbeit in den Büros der Manager und Verantwortlichen immer wieder begegnet sind und liefert dazu auch gleich noch die passenden Antworten. Er bietet schlagkräftige Argumente bezüglich der häufigsten Aussagen, die gegen Usability-Testing sprechen. Ein must read für jeden Usability Consultant!
Hier der Link:
http://www.userfocus.co.uk/newsletter/apr2012.html
Thomas Robbin aus der deutschsprachigen Wikipedia
Auch in diesem Jahr besuchen die Informationsarchitekten der kuehlhaus AG die führende deutschsprachige UX Business Konferenz in Europa, die IA Konferenz.
Im Jahr 2012 findet die Konferenz rund um die Themen User Experience, Informationsarchitektur und Conceptual Design in Essen statt, und zwar im Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“, und bietet den diesjährigen Themenschwerpunkt „Content Strategy“. Wie in den vergangenen Jahren ist die kuehlhaus AG ein Sponsor der größten Konzepter-Konferenz.
Die kuehlhaus AG wird das Programm der IA Konferenz mit einem Vortrag mit dem Titel „Content kills your Concept?!“ bereichern. Der Vortrag stellt sich den folgenden Problemstellungen bei der Erstellung und Aufbereitung von Inhalten:
Kein Budget? Keine Zeit? Oder einfach keine Ahnung, wie?
Dies sind wohl die häufigsten Argumente, warum Content bei Webprojekten meist wenig beachtet wird. In dem Vortrag wird erläutert, warum Content ein wichtiger Bestandteil der User Experience ist, was gute Inhalte auszeichnet und welche Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Methoden zur Evaluation und Entwicklung von Content vorgestellt, die eine einfache und modulare Integration in bestehende Entwicklungsprozesse ermöglichen.
Christian Becker und Fabian Lang werden am Samstag den 12. Mai 2012 um 10:40 diese Fragen beantworten und dem Fachpublikum verschiedene Methoden vorstellen.
Neben der kuehlhaus AG werden zahlreiche Agenturen und Experten verschiedene Facetten und Themen rund um Content und dessen Einfluss auf die wahrgenommene Nutzungserfahrung unserer Zielgruppen beleuchten. Vorträge wie „Was heißt hier Strategie? Was Content? – Content Strategie für Marken im Social Web“ (contentstrategie.de), „Real. Social. Digital. – Neue Bausteine zur Verbindung digitaler und realer Einkaufswelten (Namics AG) und „Content is king, navigation is queen – the big fat web wedding – Optimierung von Klickpfaden durch die Verschmelzung von Inhalten und Navigation (SinnerSchrader) und zahlreiche andere hochkarätige Vorträge schaffen ein ganzheitlichen Blick auf alle Aspekte einer effektiven und zielgerichteten Content Strategie.
Auch in diesem Jahr werden internationale Gastsprecher wie Peter Morville, Colleen Jones, Margot Bloomstein und Irene Walker die Konferenz mit ihrem in Jahren aufgebauten Erfahrungsschatz und ihrer internationalen Expertise abrunden. Speziell Peter Morville, der Gründer der wohl führenden Beratungs-Firma Semantic Studios, die Kunden auf der ganzen Welt zu Themen wie Informationsarchitektur, User Experience berät, setzte bereits in der Vergangenheit Maßstäbe bei der Facettierung der User Experience sowie der Untersuchung von Suchmustern und Content Strategien.
Das gesamte kuehlhaus Konzept-Team steht in den Startlöchern und freut sich auf zwei Tage Diskussion und wertvollen Input.
Eine klar strukturierte Übersicht über das Thema Content Marketing von Craig Anderson. Mit anschaulichen Beispielen erklärt er Schritt für Schritt was man beim erstellen von Content beachten sollte.
Ein Zitat, dass es meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt bringt:
Too many companies start writing content before their brand has a defined voice. This leads to inconsistency. It’s like using one logo in your brochure, another on your website and another on your blog.
Hier der vollständige Artikel:
Ein Artikel darüber, wie wir es schaffen, Nutzern die bestmögliche Readability zu gewährleisten. Gerade bei Angeboten wie Zeitungen oder Magazinen, wo der Fokus klar auf den Inhalten liegt, ist es wichtig, diese auf die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Dieser Artikel greift einige Ansatzpunkte auf, über die es sich lohnt nachzudenken und gegebenenfalls in die Entwicklung mit einzubeziehen.
Hier noch einmal der Link:
Designing Engaging And Enjoyable Long-Form Reading Experiences | Smashing UX Design.
Spannendes Projekt!
Ein sehr interessanter Artikel von Stephen P. Anderson über die Relevanz von Ästhetik. Der Autor erörtert die Frage in wie weit ästhetische Designentscheidungen das Verstehen und Emotionen beeinflussen und wie Verstehen und Emotionen das Handeln von Nutzern beeinflussen.
“Dinge die Spaß machen sind einfach zu benutzen und effizient!” – Emotionen beeinflussen Interaktionen.
Jeroen van Geel beschreibt eine einfache Methode wie Designer und/oder Informations Architekten etc. Design-Entscheidungen treffen oder den Fokus auf richtige Bildsprache, Funktionen, Inhalte oder Interaktionsflows setzen können.
Besucher von Webseiten verfolgen immer ein konkretes Ziel.
Es gibt untergeordnete (Unterstützer) und übergeordnete (Motivator) Ziele. Doch ist die allgemeine, übergeordnete Motivation zumeist der Treiber unseres Handelns, Unterstützer sind Mittel zum Zweck um ein Ziel zu erreichen.
Auf einer Webseite muss klar sein, dass die Mittel vorhanden sind, um sein Ziel zu erreichen. Doch müssen Designer Entscheidungen treffen wie Kunden/Nutzer motiviert werden können. Dieses einfache Modell ist ein interessanter Ansatz, verstärkt Ziele und Motivationen im Designprozess zu ermitteln und zielgerichtet zu adressieren.
Dieser Artikel beschriebt diese Methode und erörtert anhand von Beispielen die Relevanz und den Mehrwert.
Goal Driven Design Decisions | Johnny Holland
http://johnnyholland.org/2011/11/goal-driven-design-decisions/