Die drei W’s zu Google+ für Unternehmen – Wie? Wann? Warum?
Wie in unserem ersten Blog-Beitrag zu Google+ schon kurz angerissen ist das neue Social Network aus Mountain View gerade dabei frischen Wind in die zugegebenermaßen etwas eintönig gewordene Social Media-Landschaft zu bringen. Doch kaum wurde der Dienst gelauncht und erfreut sich zunehmender Beliebtheit, schon müssen sich auch jene altgedienten Internet-Veteranen mit Kritik herumschlagen – wie grausam doch die Welt der Social Media sein kann…!
Bei dieser Kritik ging und geht es aktuell immer noch vor allem um das Löschen von Profilen. Vornehmlich von solchen, die entgegen ihrer eigentlichen Sinns von Unternehmen zu ihren Zwecken “missbraucht” wurden bzw. werden. Anders als bei Facebook ist es zur Zeit bei Google+ nämlich nicht eindeutig verboten, die als persönliche Profile angedachten Kanäle für Werbe-, Marketing- oder Kommunikationszwecke von Firmen zu nutzen. Aber anders als bei Twitter dachte man bei der Konzeption von Google+ gleich von Beginn an einen Schritt weiter und wollte von vornherein spezielle Unternehmensseiten anbieten. Dass diese bislang noch nicht erreichbar sind ist auch nicht verwunderlich, denn entgegen des aktuellen Hypes ist Google+ offiziell noch nicht einmal im BETA-Stadium. Die ursprünglichen Planungen, die Unternehmensseiten erst mit einer relativ kleinen Referenzgruppe zu testen, wurden zugunsten der wachsenden Beliebtheit komplett eingedampft, sodass sie wohl etwas früher für die breite Masse verfügbar sein werden als zuerst veranschlagt.
Was bieten die Unternehmensseiten von Google+? Worauf muss man als Unternehmen achten?
Welche Features die Unternehmensseiten bieten werden ist eine gute Frage, zu der zugegebenermaßen momentan lediglich Mutmaßungen angestellt werden können. Eine der wenigen Test-Unternehmensseiten lässt bislang wenig Interpretationsspielraum – es ist schlichtweg ein für ein Unternehmen freigeschaltetes bzw. offiziell geduldetes Profil. Wo sich die Juristen dagegen schon einig sind, ist der dringende Tipp, beim Anlegen einer Unternehmensseite gleich an ein Impressum zu denken, um eventuellen Abmahnungen vorzubeugen. Dies kann man auf zweierlei Wegen realisieren:
- Man erstellt ein Impressum direkt auf der “About”-Seite des entsprechenden Profils, oder
- man verlinkt das Impressum der Unternehmenswebsite.
Ebenfalls interessant sind aus SEO-Sicht widersprüchliche bzw. zweideutige Äußerungen von Christian Oestlien, seines Zeichens einer der Hauptverantwortlichen des Google+-Projektes. Demnach sollten weiterhin lediglich die +1-Bewertungen innerhalb der Suchergebnisseiten relevant für das Ranking einer Website bleiben, eine Unternehmenspräsenz auf Google+ würde hierfür keine Rolle spielen. Im fast gleichen Atemzug schloss er eine Anpassung dieser Planung jedoch nicht kategorisch aus. Wenn sich das Projekt so weiterentwickle, käme Google gar nicht um eine Anpassung des Suchalgorithmus zugunsten der Google+-Aktivität herum.
Fakt ist, dass Google noch dieses Jahr offizielle Unternehmensseiten bei Google+ anbieten möchte. Ein genauer Zeitpunkt ist zwar noch nicht bekannt, das Canceln der bereits angesprochenen Testphase mit einigen ausgewählten Referenzunternehmen spricht jedoch für einen früheren Launch des Features. Bis zu diesem ist die Nutzung persönlicher Profile für eine Unternehmenspräsenz zwar prinzipiell möglich, Google behält sich jedoch nach wie vor das Recht vor, diese Profile wieder zu löschen.
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