kuehlhaus beim UX-Camp Europe 2011 in Berlin – von Magie, Kriegsgeschichten und User Experience

Am 11. und 12. Juni war es wieder so weit. Das UX Camp Europe in Berlin versammelte ein internationales Publikum aus Experten, um sich über die neusten Erkenntnisse und Trends in Sachen User Experience, Information Architecture und Interaction Design auszutauschen.

Die kuehlhaus AG, die diese Konferenz auch als Gold-Sponsor unterstützte, war natürlich mit zahlreichen Teilnehmern vor Ort. Schon während der Planung der Sessions, die die Teilnehmer selbst organisierten, wurde klar, dass dieses Wochenende ein voller Erfolg werden würde. Die Tafeln mit Vorträgen waren gut gefüllt und alle Räume bis zum letzten Platz besetzt.

Die Vorträge starteten für die Teilnehmer von kuehlhaus mit einer Diskussion über User-Experience auf verschiedenen Plattformen. Experten der Telekom teilten ihre Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Mobiltelefonen, iPads und Desktopanwendungen. Da die kuehlhaus AG aktuell mehrere Projekte für das mobile Internet betreut, hatte diese Diskussion besondere Relevanz. Mit neuen Ideen und Einblicken können wir unsere Projekte verbessern und die Messlatte weiter nach oben legen.

Weiter ging es mit einem Vortrag über emotionales Design, in dem Remy Blaettler von Supertext  dazu aufforderte, Nutzern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Nicht nur junge Unternehmen können witzig sein. Auch renommierte und seriöse Finanzdienstleister dürfen es auf ein Lächeln ihrer Kunden ankommen lassen. Dabei wurde angeregt diskutiert, wie weit man gehen darf und welche Möglichkeiten man hat.

In der nächsten Session gehörten ein Blatt Papier und ein Stift zur Grundausrüstung, als Eva-Lotta Lamm (Ihre sehenswerten Sketchnotes bei flickr) alle Teilnehmer in ihrem Workshop „Sketching and Stuff“ mit ihren Ideen begeisterte. Wenn UX-Experten zu Speed-Paintern werden, stellt sich heraus, dass es sich dabei nicht nur um Spielerei handelt. Gute Zeichnungen fördern die Kommunikation im Unternehmen und das effektive Vermitteln von Informationen an Kunden. Getreu nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. 

Nach einer kurzen Pause hieß es dann für die einen „Enabling Change“ mit Stefan Freimark, der seine Erfahrungen in Sachen Change Management teilte. In der heutigen Zeit ist es nicht nur wichtig, Expertise zu besitzen sondern auch das große Ganze zu überblicken.

Unsere Grafikabteilung hat sich währenddessen mit dem menschlichen Gedächtnis und einer lebensgroßen Banane auseinandergesetzt. Der tschechische Referent Petr Kosnar, in einem Bananenkostüm verkleidet, versicherte uns, dass niemand diesen Auftritt vergessen wird. Und wir müssen gestehen, er hat Recht behalten! Wichtige Strategien und Möglichkeiten zur besseren Aufnahme von Content wurden ausgetauscht und erläutert.

Anschließend zauberte Holger Eggert in einem voll besetzten Auditorium eine neue Technik zur Kundenkommunikation aus dem Hut. In einer unterhaltsamen Show erläuterte er, wie wir alle etwas von Hollywood lernen könnten. Der Ablauf eines Projektes weist viele Parallelen zu einer klassischen Geschichte auf.  Eine in der Entwicklung befindliche Methode für Kundenworkshops wurde vorgestellt und diskutiert.

Den krönenden Abschluss des ersten Tages bescherte uns Eric Reiss,CEO von FatDUX,  indem er uns an seinen Fehlern im Umgang mit schwierigen Kunden teilhaben lies. In seinem Vortrag „10 Warstories you wont see on Slideshare“ nahm er kein Blatt vor den Mund und rechnete so richtig mit schwierigen und anstrengenden Kunden ab. Was Eric wirklich am Herzen lag war, dass alle aus seinen Fehlern lernen konnten um nicht die gleichen zu machen. Somit sind wir, obwohl wir hoffen dass es nicht dazu kommt, auch gewappnet wenn ein Projekt mal nicht so reibungslos läuft, wie  wir uns das alle wünschen.

Anschließend trafen sich alle Teilnehmer in gemütlicher Runde im Heimathafen Neukölln, um die gewonnen Eindrücke des Tages zu vertiefen und weiteres Wissen auszutauschen. Nicht zuletzt im Hinblick auf den World Usability Day in Mannheim wurden interessante Kontakte geknüpft.

Nachdem am zweiten Tag die Sessions fest standen und sich einige Sprecher vom Vortag noch einmal die Ehre gaben, ging es für uns auf die Spuren von MC Hammer mit einem Vortrag von Tamim Swaid mit dem Titel „You Can Touch This“. Hier wurden vor allem viele technische Feinheiten diskutiert, die es Entwicklern ermöglichen, Nutzern das Leben ein bisschen leichter zu machen. Nicht jeder hat und braucht eine mobile Seite, doch die klassische Webseite besser zugänglich machen, ist kein Hexenwerk und sollte von jedem beachtet werden.

 

Danach hatte man entweder die Möglichkeit im „Berlin Sketch Club“ mit Eva-Lotta Lamm weiter an seinen Zeichenfähigkeiten zu arbeiten, oder aber zu erforschen, was die digitalen Trends der nächsten Jahre sein würden und welche Hürden dabei genommen werden müssen. So vorbereitet stehen wir den Trends offen gegenüber und freuen uns auf neue innovative Projekte.

Direkt im Anschluss wurde dann im Vortrag „The future of Interfaces“ erläutert, wo die Reise hingehen wird. Weg von der Maus hin zur Benutzung mit den Händen, vielleicht sogar zur Steuerung mit Gedanken?

Nach zwei spannenden Tagen sind wir alle wieder sicher in Mannheim gelandet. Für mich war es das erste, aber mit Sicherheit nicht das letzte Barcamp. Ein geniales Konzept und die Passion von vierhundert Teilnehmern haben diese Konferenz im sonnigen Berlin zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Für alle die leider nicht dabei sein konnten, oder sich die Präsentationen in Ruhe noch einmal ansehen wollen: http://lanyrd.com/2011/uxcampeurope2011/coverage/